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Anpassung an die Klimawandelfolgen

Ein zentraler Aspekt der Anpassung ist die Futterversorgung. Der Klimawandel beeinflusst die Verfügbarkeit und Qualität von Futterpflanzen, da Trockenheit während der Vegetationsphase sowie veränderte Niederschlagsmengen das Wachstum von Gras und Futterpflanzen beeinträchtigen können. Eine Möglichkeit zur Anpassung besteht darin, widerstandsfähigere Futterpflanzen zu wählen. Vor diesem Hintergrund wurden am LAZBW die Siliereigenschaften und -qualitäten von Sorghum-Ganzpflanzensilage sowie deren Eignung für die Milchkuhfütterung getestet.

Das Dauergrünland stellt natürlicherweise die wichtigste und zeitgleich nachhaltigste Grundlage der Wiederkäuerfütterung dar. Es ist jedoch eindeutig, dass Grünlandbewirtschaftung mit den aktuellen und zukünftigen Veränderungen des Klimas komplexer wird. Auch vermeintlich Weidelgras-sichere Gunststandorte haben zunehmend mit Wetterextremen, vor allem zunehmender Sommertrockenheit, zu tun. Die Grünlandbewirtschaftung muss sich an diese Folgen anpassen. Außerdem treten ausgeprägtere Dürren ein, in denen die Pflanzenbestände mit Wassermangel umgehen müssen. Aber auch die immer früher beginnende Vegetationszeit und Starkregenereignisse erfordern eine angepasste Bewirtschaftung. Während die gute fachliche Praxis die Grundlage für ein resilientes Grünland darstellt, können auch spezifischere Maßnahmen ergriffen werden. Besonders auf Standorten, bei denen regelmäßige und ausgeprägte Dürren auftreten, sollte die Nutzung und Düngung des Grünlands angepasst werden. Weiter können Pflanzenbestände durch Nachsaat zu einer gewissen Trockenheitstoleranz entwickelt werden. Im Ackerfutterbau können insbesondere die Anpassungen der Artenauswahl deutlich schneller geschehen. Hier ist beispielsweise die Nutzung von Sorghum- Ganzpflanzensilage als Alternative zum Silomais zu nennen. In folgendem Bereich finde Sie Information zu unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten und zu Versuchen zu diesem Thema.